ÖIAT Research & Innovation

Das Österreichische Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) setzt sich seit mehr als 20 Jahren für einen kompetenten, sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien ein. Gemeinsam mit Partnern forschen wir zu aktuellen Themen aus der digitalen Welt. Auf dieser Seite geben wir einen Einblick in vergangene und aktuelle Forschungsprojekte

Betrugsökonomie Online-Werbung


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Valentine Auer
Projektleitung Research & Innovation
auer@oiat.at
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2025/122026/02
Betrug Betrügerische Werbung Internetkriminalität

Werbeanzeigen haben sich zu einem wesentlichen Einfallstor für Online-Betrug entwickelt. Der durch Online-Betrug verursachte Schaden nimmt international seit Jahren zu. INTERPOL spricht in diesem Zusammenhang von einer „globalen Krise“. In Österreich wurden laut Cybercrime-Report 2023 rund 34.000 Fälle von Internetbetrug angezeigt, ein Anstieg von 23,3% gegenüber dem Vorjahr. Ziel der Studie ist es, das Betrugsökosystem exemplarisch auf Meta-Plattformen (Facebook, Instagram) zu untersuchen und zu dokumentieren, um so nationale sowie europaweite Entwicklungen in diesem Bereich identifizieren zu können.


Ziel der Studie ist es, das Betrugsökosystem exemplarisch auf Meta-Plattformen (Facebook, Instagram) zu untersuchen und zu dokumentieren, um so nationale sowie europaweite Entwicklungen in diesem Bereich identifizieren zu können. In enger und kontinuierlicher Abstimmung mit dem Auftraggeber soll die Studie evidenzbasierte Einblicke in die folgenden Themenbereiche und Fragestellungen geben:

(1) Bei welchen Betrugsschemata kommen Werbeanzeigen zum Einsatz? (z.B. Investmentbetrug, Ghost Stores / Fake-Shops, Medikamenten- und Nahrungsergänzungsmittelbetrug, Job-Betrug, Abo-Fallen)
(2) Welche Keywords eignen sich zur Identifikation betrügerischer Anzeigen?
(3) Wie viele betrügerische Anzeige lassen sich je Betrugsschema mit den identifizierten Keywords finden?
(4) Wann und wie lange sind die Anzeigen aktiv?
(5) In welchen EU-Ländern laufen die Anzeigen?
(6) Wie hoch ist Reichweite der Anzeigen je Betrugsschema?
(7) An welche Personengruppen (Standort, Alter, Geschlecht) werden die Anzeigen ausgespielt?
(8) Wer sind Werbetreibende, Begünstigte und Zahlende? Welche Muster lassen sich dabei erkennen?
(9) Mit welchen Strategien und Narrativen werden die Betrugsfallen beworben?
(10) Welche Betrugsarten erzielen die höchsten Reichweiten?
(11) Wie (häufig) wird KI / Deepfake-Technologie eingesetzt?
(12) Wie ist das Verhältnis betrügerisch vs. legitim bei „High-Risk“-Keywords?
(13) Welche Zielgruppen werden angesprochen?
(14) Welche Infrastruktur wird genutzt?
(15) Kommen österreichische Vermittlungsdienste zum Einsatz?