Cybercrime ist eine wachsende Bedrohung für Unternehmen, vor allem für KMU. In Österreich wurde im Jahr 2019 mit 28.439 angezeigten Delikten ein Anstieg von 44,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. KMU sind besonders betroffen – 80 Prozent von ihnen berichten davon, in den letzten Jahren das Ziel von Cyberangriffen gewesen zu sein, vor allem geht es dabei um Phishing (77%) und Schadsoftware (51%). Die Schäden rangieren je Vorfall von 130 Euro bis 150.000 Euro. Für die heimische Wirtschaft im Gesamten werden die Schäden mit mehreren 100 Mio. Euro beziffert.
Im Projekt CyberSec werden daher Methoden und Tools der Cybercrime-Simulation entwickelt, die die Stärkung des Know-How von Mitarbeiter:nnen in den Mittelpunkt rücken. Dafür wird die Watchlist Internet als Präventionsplattform des ÖIAT gegen Internetbetrug für die Zielgruppe KMU weiterentwickelt. Neben einem Meldesystem für KMU-relevante Cybercrime-Fallen und einem Informationsfeed über aktuelle Bedrohungen wird ein Prototyp eines „Phishing-Simulators“ entwickelt, der in ACR-Instituten exemplarisch zur Anwendung kommen und Cybersecurity-Trainingsanbietern zur Verfügung gestellt werden kann.