Die kommerzielle Verbreitung von KI-Anwendungen verändert den Online-Handel grundlegend. KI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity beraten bereits Konsument:innen im Alltag beim Einkauf, vergleichen Produkte und sprechen Empfehlungen aus. Erste KI-Agenten gehen noch einen Schritt weiter und übernehmen eigenständig Such-, Vergleichs- und teilweise (in den USA) Kaufprozesse. Mit dieser Verschiebung eröffnen sich aber auch neue Herausforderungen und Risiken für Konsument:innen: Empfehlungen werden personalisiert, intransparent vermittelt und sind für Nutzer:innen häufig nicht nachvollziehbar.
Die Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz untersucht, wie assistierende KIs (LLM-basierte Chatbots) und ausführende KIs (Agentensysteme) Such-, Auswahl- und Kaufprozesse im Online-Handel verändern, welche Risiken dadurch für Konsument:innen entstehen und welche regulatorischen Fragestellungen an Bedeutung gewinnen. Auf Basis einer Literaturrecherche, exemplarischer Praxistests und einer rechtlichen Einordnung entsteht eine anschauliche Bestandsaufnahme der aktuellen technologischen Entwicklungen, die zugleich Handlungsfelder für den Konsumentenschutz identifiziert.